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Busfahrerinnen und Busfahrer sind zunehmend gesundheitlich belastet
In der Schweiz sind immer mehr Busfahrerinnen und Busfahrer durch ihre Arbeitsbelastung erschöpft. Das zeigt eine aktuelle Studie. Auslöser seien lange Arbeitstage und zu kurze Erholungszeiten.
Um die Gründe für die starke Belastung der Berufsgruppe zu erforschen, wurde in der Romandie das Projekt Trapheac lanciert. An der aktuellen Studie ist die Universität Lausanne beteiligt. Erste Ergebnisse zeigen: Rund ein Drittel der Befragten fühle sich erschöpft. Damit seien die Busfahrerinnen und Busfahrer gesundheitlichen Risiken besonders stark ausgesetzt, etwa einem erhöhten Suizidrisiko oder Lungenerkrankungen.
Aufgrund der Studienergebnisse seien bereits erste Massnahmen zu einer Verbesserung der Situation geprüft worden. «Ein Ruheraum für Pausen – zum Essen und zur Erholung – senkt den Stress nachweislich», sagt Irina Guseva-Canu, Professorin an der Universität Lausanne, zu SRF News.
Bessere Technik, aber mehr Druck
Dass die Belastung stetig zunehme und sich die Arbeitsbedingungen deutlich verschlechtert hätten, bestätigt auch Busfahrer Gilbert D'Alessandro. Er arbeitet seit 37 Jahren in seinem Beruf. «Es ist paradox: Vor 37 Jahren hatten wir alte Fahrzeuge ohne jede Technologie, aber weniger Druck. Heute sind wir technisch bestens ausgerüstet, dafür kommen Trottinetts und Velos auf den Busspuren dazu», äussert er sich gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS.

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