Zum Hauptinhalt springen

Werbung

Politik & Wirtschaft •
Iran-Krieg

Bund will mit Tempolimits auf Öl-Knappheit reagieren

Wegen der Seeblockade rund um den Iran-Krieg bereitet sich der Bund auf eine mögliche Öl-Knappheit vor. Seine Lösung: Vorübergehende Tempolimits.

Wegen des Iran-Krieges droht der Schweiz und Europa eine Energiekrise. Die Strasse von Hormus ist blockiert, weshalb kaum noch Erdöl in die Welt geliefert wird. Der Sprecher des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung BWL, Jaakko Havela, sagte gegenüber 20 Minuten, die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten sei noch bis Ende April 2026 gesichert. Im Mai sei mit reduzierten Lieferungen nach Europa zu rechnen, was die Schweiz einschliesse.

Dank der Pflichtlager wird der Schweiz das Benzin im Mai zwar nicht ausgehen, aber auch die halten nicht ewig. Deshalb hat sich der Bundesrat auf eine mögliche Erdöl-Knappheit vorbereitet. Sollten die Pflichtlager geöffnet werden, wird der Bund auch zum Energiesparen aufrufen, wie schon beim Ausbruch des Ukraine-Krieges. Weiter wird der Bund die Bürgerinnen und Bürger ermahnen, sparsam zu fahren und auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Als einschneidendste Massnahme sind Temporeduktionen geplant, um den Benzinverbrauch zu senken.

In der Politik sind die Reaktionen gespalten. Die SVP spricht von sinnloser Symbolpolitik und glaubt nicht an eine Knappheit. Denn die Schweiz bezieht ihr Rohöl vor allem aus Nigeria und den USA. Der SP gehen die Massnahmen des Bundes zu wenig weit. Sie will autofreie Sonntage (STREETLIFE berichtete) und ein temporär kostenloses Halbtax. Während die Grünen höhere Flug- und Benzinpreise begrüssen und eine Chance für die Elektromobilität sehen.

Werbung