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Bund nimmt Handy-Sünder auf dem Velo ins Visier
Der Bund prüft höhere Bussen für Velofahrende, die während der Fahrt telefonieren. Pro Velo kritisiert die Pläne und stellt den Fokus infrage.
Der Bund plant strengere Regeln gegen Ablenkung auf dem Velo. Wie der «Blick» am Mittwoch schreibt, prüft das Bundesamt für Strassen (Astra) unter anderem höhere Bussen für telefonierende Velofahrer und lässt untersuchen, was sie während der Fahrt ablenkt.
Wer auf dem Velo ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, bezahlt heute 40 Franken. Das Astra kann sich eine Erhöhung vorstellen. «Wir können uns vorstellen, diesen Betrag zu erhöhen», sagt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach gegenüber «Blick». Wie hoch die neue Busse ausfallen könnte, ist noch offen. Zum Vergleich: Für Autofahrer kostet das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung bereits 100 Franken.
Zusätzlich finanziert der Bund ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Nordwestschweiz. Dabei sollen konkrete Ablenkungsquellen untersucht und mögliche Gegenmassnahmen entwickelt werden.
Pro Velo kritisiert den Bund
Bei Pro Velo kommt der Kurs schlecht an. Präsidentin Delphine Klopfenstein Broggini wirft dem Astra vor, mit dem Fokus auf die Velofahrenden vom eigentlichen Problem abzulenken. Die Organisation sieht grössere Gefahren bei mangelhafter Infrastruktur, zu hohen Geschwindigkeiten und immer schwereren Fahrzeugen.
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