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Mann soll Brand im Postauto selbst ausgelöst haben – kein Hinweis auf Attentat
Nach neuen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden deutet der tödliche Brand mit mehreren Todesopfern in einem Postauto in Kerzers nicht auf ein Attentat hin. An einer Medienkonferenz am Mittwochnachmittag bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass sich eine der verstorbenen Personen gemäss Zeugenaussagen selbst angezündet haben soll. Zum Motiv liegen weiterhin keine gesicherten Angaben vor.
An der Medienorientierung am Mittwoch um 14 Uhr erklärte der zuständige Staatsanwalt, dass nach aktuellem Stand kein Hinweis auf einen gezielten Anschlag oder eine terroristische Tat besteht. Ein Zeuge habe beobachtet, wie ein circa 60-jähriger Mann mit Säcken in den Händen sich selbst mit einer Flüssigkeit übergossen und anschliessend angezündet habe.
Die betreffende Person gehört zu den Todesopfern des Brandes. Die Behörden machten keine Angaben zu einem möglichen Motiv. Gemäss bisherigen Erkenntnissen soll es sich um eine Person gehandelt haben, die am Rand der Gesellschaft in Bern lebte und den Behörden wegen psychischer Probleme bekannt war. Zeugen berichten, die Person habe sich während der Fahrt auffällig verhalten.
Die Ermittlungen dauern weiterhin an.
Moment des Gedenkens in Kerzers
Am Mittwoch um 16.45 Uhr fand in Kerzers ein öffentlicher Moment des Gedenkens für die Opfer statt. Einwohnerinnen und Einwohner sowie Einsatzkräfte erinnerten gemeinsam an die Verstorbenen.
Brand am Dienstagabend
Der Brand ereignete sich am Dienstag, 10. März 2026, gegen 18.25 Uhr an der Murtenstrasse in Kerzers. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Postauto bereits vollständig in Flammen. Feuerwehr, Rettungsdienste und ein Helikopter der REGA standen im Grosseinsatz. Sechs Personen kamen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt und in Spitäler gebracht, wovon drei diese bereits wieder verlassen konten. Zwei Betroffene konnten vor Ort medizinisch versorgt werden.
Strafverfahren läuft weiter
Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet, um den genauen Ablauf der Ereignisse vollständig zu rekonstruieren. Spezialisten arbeiten weiterhin an der Auswertung von Zeugenaussagen und Spuren.
Für Betroffene wurde eine Hotline unter der Nummer 0800 261 700 eingerichtet.
Anteilnahme aus Politik und Unternehmen
Schweizweit sprachen Politiker ihr Beileid aus und würdigten den Einsatz der Rettungskräfte. Auch die Schweizerische Post zeigte sich tief betroffen und erklärte, man unterstütze die Behörden bei den laufenden Ermittlungen.

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