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4 mal tiefer ist das Unfallrisiko im Kreisel
Kreisel sollen den Verkehr sicherer machen – und die Zahlen geben ihnen recht. Im Vergleich zu einer klassischen Kreuzung gibt es deutlich weniger potenzielle Konfliktstellen, an denen es zu Unfällen kommen kann.
Kreisel gelten als sicherer als klassische Kreuzungen. Das hat einen einfachen Grund: Es gibt deutlich weniger potenzielle Konfliktstellen zwischen den Verkehrsteilnehmenden.
Ein Kreisel mit vier Zufahrten weist lediglich 8 Konfliktpunkte auf. Eine herkömmliche Kreuzung mit vier Zufahrten kommt dagegen auf 32 Konfliktpunkte. Damit ist das Unfallrisiko im Kreisel rund viermal tiefer.
Konfliktpunkte entstehen dort, wo sich Verkehrsströme kreuzen, zusammenführen oder trennen. Je weniger solcher Punkte vorhanden sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen.
Mehr Sicherheit und besserer Verkehrsfluss
Dass in den vergangenen Jahrzehnten Tausende von Kreiseln gebaut wurden, überrascht daher kaum. Kreisel verbessern nicht nur die Sicherheit, sondern oft auch den Verkehrsfluss. Besonders beim Linksabbiegen zeigen sich die Vorteile: An einer herkömmlichen Kreuzung müssen Fahrzeuglenkende häufig auf eine genügend grosse Lücke im Gegenverkehr warten, bevor sie abbiegen können. Das kann zu Rückstaus und Verzögerungen führen. Im Kreisel entfällt dieses Problem weitgehend.
Allerdings sind Kreisel nicht überall die beste Lösung. Bei Platzmangel, schlechter Sicht oder hohem Verkehrsaufkommen auf einer Hauptachse können sie Nachteile mit sich bringen. Auch in Tempo-30-Zonen oder dort, wo Busse und Trams bevorzugt werden sollen, sind sie oft ungeeignet.
Quelle: TCS
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