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Weihnachtsbaum richtig transportieren – sonst wird’s teuer
Ein Christbaum gehört für viele genauso zum Fest wie Guetzli oder Lichterketten. Doch bevor die Tanne in voller Pracht im Wohnzimmer steht, muss sie erst einmal heil nach Hause kommen – und genau dabei passieren jedes Jahr erstaunlich viele Fehler. STREETLIFE sagt dir, worauf du achten musst.
Weihnachtsbäume sind widerspenstig: hartzig, sperrig, mit Ästen, die sich überall verhaken. Wer den Transport im Auto plant, sollte den Laderaum zuerst gut schützen. Eine alte Decke oder eine spezielle Schutzwanne verhindert, dass Nadeln und Schmutz sich später in jede Ritze setzen. Empfindliche Innenverkleidungen – besonders die Seitenwände – freuen sich zusätzlich über eine Polsterung, damit weder Harz noch Zweige Spuren hinterlassen.
Wie viel Baum passt ins Auto?
Kleinere Bäume wandern problemlos in den Kofferraum – aber nur mit geschlossener Klappe. Ab etwa 1,50 Meter Höhe wird es in vielen Autos eng, und spätestens dann ist guter Rat Gold wert. Wird die Klappe offen gelassen und der Baum ragt nach hinten heraus, gelten klare Vorschriften.
Wichtig:
Erlaubter Überstand in der Schweiz:
– Nach hinten (Heck): maximal 5 Meter, gemessen ab der Mitte der Hinterachse
– Nach vorne (Front): maximal 3 Meter, gemessen ab der Mitte des LenkradsRagt die Tanne mehr als 1 Meter raus: rote Fahne anbringen. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht ist zusätzlich eine rote Leuchte oder ein roter Rückstrahler erforderlich
Das Nummernschild muss sichtbar bleiben – sonst droht eine Busse.
Laut Schweizer Gesetzgebung kann für mangelhafte Ladungssicherung eine Ordnungsbusse erhoben werden. Sie liegt häufig im Bereich um ca. 100 Franken plus Gebühren, wenn die Sicherung ungenügend ist.
Fixierung: Spanngurt statt Gummiseil
Egal ob im Kofferraum oder auf dem Dach – was sich bewegen kann, wird sich bewegen. Damit der Baum bei einer Vollbremsung nicht zum gefährlichen Geschoss wird, muss er fest verzurrt sein. Hinter der Sitzlehne empfiehlt sich eine stabile Trennwand oder ein Holzbrett. Spanngurte halten die Tanne zuverlässig an Ort und Stelle. Gummiexpander hingegen sind keine gute Idee – sie geben zu stark nach und lassen dem Baum zu viel Spiel.
Mit dem Christbaum aufs Dach – so geht’s stressfrei
Für grosse Exemplare bietet sich der Dachtransport an. Voraussetzung ist ein Dachträger oder eine Dachreling. Dann gilt:
Baum mit einem stabilen Netz und mehreren Gurten sichern
Die Spitze nach hinten ausrichten – das verbessert die Aerodynamik und verhindert, dass sich Äste im Fahrtwind aufblähen oder abbrechen
Vorsicht: Ein schlecht verzurrter Baum auf dem Dach kann sich schon bei moderater Geschwindigkeit lösen – diverse Crashtests zeigen eindrucksvoll, wie gefährlich das werden kann.
Freie Sicht fürs Fest
So simpel es klingt: Der Baum darf weder die Sicht nach vorne noch nach hinten beeinträchtigen. Ein halb ins Auto geschobener Tannenbaum, der den Rückspiegel blockiert, sorgt nicht nur für Stress, sondern auch für rechtliche Probleme.
Und natürlich gilt immer: sanft fahren. Mit einem sperrigen Tannenbaum ist defensive Fahrweise die beste Prävention gegen Ärger.
Erlaubt im Auto – und was besser draussen bleibt
Auch beim Weihnachtsschmuck im Auto gilt übrigens: Erlaubt ist, was die Sicherheit nicht beeinträchtigt. Kleine Deko-Elemente wie ein Duftbaum, ein leichter Anhänger am Rückspiegel oder eine Figur auf dem Armaturenbrett sind grundsätzlich zulässig – sofern sie die Sicht nicht einschränken und bei einer Vollbremsung nicht zum Geschoss werden.
Kritisch wird es bei grösseren oder schweren Gegenständen, die nicht fixiert sind, sowie bei Dekorationen, die das Sichtfeld verdecken oder den Fahrer ablenken. Lichterketten, blinkende Deko oder lose Figuren können im schlimmsten Fall als Verkehrsgefährdung gelten und zu einer Busse führen. Kurz gesagt: Weihnachtliche Stimmung im Auto ist erlaubt – Sicherheit hat aber immer Vorrang.

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