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Ein Drittel der Autos ist zu schnell unterwegs
Rund jedes dritte Fahrzeug ist auf Schweizer Strassen schneller unterwegs als erlaubt. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU. Besonders ausserorts hat die Geschwindigkeitstreue abgenommen.
Nach 2019 hat die Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU 2025 zum zweiten Mal untersucht, wie häufig sich die verschiedenen Fahrzeugarten an die signalisierten Höchstgeschwindigkeiten halten.
Gemäss der Analyse schnitten am besten die Tempo-80-Strecken tagsüber an Werktagen ab: 73 Prozent der Fahrzeuge hielten sich an das Limit – bedeutet, mittlerweile sind hier 27 Prozent schneller unterwegs als erlaubt. Bei der letzten Erhebung im Jahr 2019 waren es noch 21 Prozent. Dahinter folgten Tempo 120 mit einer Einhaltequote von 71 Prozent, Tempo 30 mit 65 Prozent und Tempo 50 mit 62 Prozent. Nachts wird in allen Temporegimes häufiger zu schnell gefahren als tagsüber.
Bei Tempo 30 zeigt sich dagegen eine positive Entwicklung. 65 Prozent der Fahrzeuge hielten sich 2025 an das Limit. 2019 waren es erst 46 Prozent. Auch die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit sank in diesen Zonen auf unter 30 km/h.
Tempo bleibt ein grosses Unfallrisiko
Geschwindigkeit ist eines der grössten Risiken im Strassenverkehr. Jeder achte schwere Verkehrsunfall in der Schweiz ist auf zu hohe oder nicht an die Verhältnisse angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen. Ausserorts ist der Anteil noch höher: Fast jeder vierte Unfall steht laut BFU mit der Geschwindigkeit in Zusammenhang. Die BFU empfiehlt deshalb:
- Geschwindigkeit den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen anpassen
- Genügend Abstand halten
- Autos mit sicherheitsrelevanten Fahrerassistenzsystemen kaufen
- Sicherheitsrelevante Fahrerassistenzsysteme niemals ausschalten und richtig nutzen
Quelle: Medienmitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU

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